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SÜSSE HAUBENKÜCHE ZUM BEISLPREIS MIT EINEM REZEPT DES CAFE DIGLAS
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(21.10.2006) |
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PATENTREZEPTE
Wenn der Herd unter die Haube kommt und der Arzt nach Hause, hat der Verein neunerHAUS wieder eine innovative Idee umgesetzt. „Süße Haubenküche zum Beisl-Preis" ist das Tüpfelchen auf dem i, das Schlagobers auf der Sachertorte. Und die verführerische Fortsetzung des Bestsellers „Haubenküche zum Beisl-Preis": 5-Euro-Rezepte für zwei Personen von Österreichs Haubenköchen. Ganz nach dem Motto, dass für ein gelungenes Rezept vor allem die Grundidee entscheidend ist, wurde das erste Buch „Haubenküche zum Beisl-Preis" ein voller Erfolg. Tausende Exemplare wurden verkauft, den Menschen schmeckte die Idee und der Verein neunerHAUS war startklar für ein neues, wichtiges Projekt: Das Gesundheitsprojekt Team neuner-HAUSARZT, das mit dem Erlös - von jedem Exemplar gingen 2 Euro an den Verein -in Angriff genommen werden konnte.
DAS NEUNERHAUS EIN SCHLÜSSELERLEBNlS
Für die meisten Menschen ist es selbstverständlich, einen eigenen Schlüssel zu haben. Einen Schlüssel, der ein Dach über dem Kopf, Wärme, ein Bett und Sicherheit be¬deutet. Und der zu einem Ort führt, den man Zuhause nennen kann. Mehr als 5.000 Menschen in Wien haben keine eigene Wohnung. Weit mehr als 5.000 Menschen müssen mit weniger als 5 Euro am Tag fürs Essen auskommen. Der Verein neuner¬HAUS führt zwei Wohnhäuser mit 100 Wohnplätzen, um wohnungslosen Frauen und Männern Obdach zu geben. Ein Zuhause, das diesen Namen verdient. Dazu gehört Respekt vor den Bedürfnissen des Einzelnen. Und die Möglichkeit, nach den eigenen persönlichen Vorstellungen zu leben.
DAS NEUNERHAUS
ist ein gemeinnütziger Verein zur Betreibung und Führung von Wohnhäusern für wohnungs- und obdachlose Männer und Frauen in Wien. Seit dem Jahr 2001 leben 65 Betroffene im Wohnhaus Hagenmüllergasse/Lechnerstraße, 1030 Wien. Im September 2005 wurde das zweite Wohnhaus des Vereins für 35 akut in Wohnungslosigkeit geratene Menschen in der Billrothstraße, 1190 Wien eröffnet.
www.neunerhaus.at
REZEPT FÜR PIONIERARBEIT
Man nehme jahrelange Vorarbeit. Füge Ausdauer und Beharrlichkeit dazu. Vermenge es mit Wissen und Erfahrung. Und beschreite neue Wege. Das ist Pionierarbeit. Das passiert dann, wenn neunerHAUS-Geschäftsführer Mag. Markus Reiter und Dr. med. Walter Löffler nach Lösungen für die fehlende medizinische Betreuung obdach- und wohnungsloser Menschen suchen, Pionierarbeit ist harte Arbeit. Erst muss akzeptiert werden, dass ein Bedürfnis vorhanden ist. Dann braucht es Visions¬arbeit: Was soll verändert, was kann erreicht werden? Dann braucht es Überzeu¬gungsarbeit - schließlich geht es um viel Geld. Und zu guter Letzt braucht es Beharr¬lichkeit, die Skepsis altbewährter Lösungen immer wieder aus dem Weg zu räumen. Und dabei das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Das Ziel heißt: aufsuchende medizinische Arbeit für wohnungs- und obdachlose Menschen. Dem Verein neuner-HAUS in Kooperation mit F.E.M.* ist es gelungen, ein professionelles, medizinisches Projekt auf die Beine zu stellen, das eine Lücke im Gesundheitssystem schließt. Das Team neunerHAUSARZT ist ein erster großer Schritt. Denn der Bedarf ist groß, die ärztliche Versorgung kostenintensiv und die Ideen, das Gesundheitssystem den Bedürfnissen obdachloser Menschen anzupassen, vielfältig. Für das Weiterbestehen des Pilotprojektes im kommenden Jahr braucht es 100.000 Euro. Dafür gibt es dieses Kochbuch. Und dafür gibt es Sie.
* F.E.M. ist ein Gesundheitszentrumfür Frauen, Eltern und Mädchen in Wien, www.fem.at
SPRUNGBRETT IN EIN SELBSTBESTIMMTES LEBEN
Macht Armut krank oder Krankheit arm ? Oder ist es nicht so: Armut macht krank und Krankheit macht noch ärmer. Ein Teufelskreis, und wie der Name schon sagt: aus ihm ist schwer auszubrechen. Der Verein neunerHAUS unterstützt Menschen, die Kraft brauchen, um wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Um zu entscheiden, wie sie ihr Leben führen. Um zu bestimmen, wie sie ihre Probleme bewältigen. Um zu beschlie¬ßen, was sie für ihre Gesundheit tun können. Das Gesundheitsprojekt neunerHAUS¬ARZT des Vereins neunerHAUS in Kooperation mit F.E.M. ist ein Sprungbrett in die Eigenverantwortung. Markus Reiter und Michael Walk, Geschäftsführer des Vereins neunerHAUS, kennen ihre Bewohner. Viele von ihnen haben auf der Straße gelebt -Jahre, manche Jahrzehnte. Sie sind angegriffen und krank. Und das mehrfach und chronisch. Zu einer Krankheit gesellt sich gerne die nächste und die nächste. Ange¬griffen ist auch das Gefühl, etwas wert zu sein. Stigmatisierung ist oft und überall zu spüren. Die Hemmschwellen, auf sich zu schauen und zum Arzt zu gehen, sitzen tief. Das Gesundheitsprojekt des Vereins neunerHAUS hat in Zusammenarbeit mit F.E.M. dagegen ein wirkungsvolles Rezept entwickelt: die Wiederbelebung des klassischen Hausarztes. Der zu den Patientinnen kommt und sich Zeit nimmt. Zuhören, Reden, Vertrauen schaffen - zusammen mit medizinischer Hilfe -lassen Wunden heilen, die körperlichen und die seelischen.
10 Porträt neunerHAUS
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DAS REZEPT
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