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Gedanken zur Ausstellung von Christian Vranek

„Mozart in Wien – ausgewählte Szenen aus seinem Leben“

 

 

Wer einen Blick auf die „Wiener Zeit“ Wolfgang Amadè Mozarts wirft, entdeckt eine sehr lebensfrohe und dabei geistig äußerst rege Welt – das Zeitalter der Aufklärung. Mit Joseph II. begegnete Mozart in Wien einem Monarchen, dessen politische Absichten Mozarts Intentionen durchaus ergänzten. Doch bei all dem künstlerischen wie finanziellen Erfolg, der Mozart in Wien beschieden war, untergruben historische Entwicklungen, Spielsucht und private Probleme Mozarts weiteren gesellschaftlichen Aufstieg. 
Mozart begann am kaiserlichen Hof und landete in der Vorstadt. So muss man ungeachtet der künstlerischen Qualität seiner Kompositionen seine Wiener Kariere wohl umschreiben, und dieser Zustand war für Mozarts persönliche Verfassung, vielleicht auch für seinen frühen Tod sicher nicht von der Hand zu weisen.
Spielte Mozart ein Spiel gegen sich selbst? Rieb sich das Genie gegen den Menschen auf?
Mozart war sich seines Genies bewusst – von Kindheit an war er als Wunderkind die besondere Aufmerksamkeit gewohnt – bei all den aus soziologischer Sicht vorhandenen Widrigkeiten – mit denen Musiker im 18 Jh. konfrontiert waren. Wie schmerzlich muss da ein „Ah da Mozart“ in Mozarts Ohren geklungen haben, als er vom Erfolg des Münchner „Idomeneo“ getragen im Wiener Deutschordens-haus vom Dienerstab des Fürsterzbischofs Colloredo empfangen wurde. Die Ausstellung beginnt deshalb auch mit der Szene Mozart und die KöchInnen, um diese Diskrepanz unserer Vorstellung von Mozart und einen Teil seiner damaligen Realität ins rechte Licht zu rücken, zeigt u.a. Mozart in der Auseinandersetzung mit Graf Arco, Mozart am Reisenberg, Mozart bei einer Probe zu „Le nozze di Figaro“, Mozart mit Jospeh II., Mozart am Pferd, Mozart an der Orgel in St.Stephan, Mozart beim Kartenspiel, Mozart als Familienvater und endet in unserer Gegenwart – Mozart im Eurofighter - wo man nicht weiß, ob Mozart globale Termine wahrnehmen möchte, ein Statement zum Mozartjahr abgeben will, oder nur Abschied nehmen möchte von dieser Welt...

 

Aus einer sehr intensiven künstlerischen Zusammenarbeit ist mit dem Fotografen Philipp Horak der Fotozyklus „Mozart in Wien – ausgewählte Szenen aus seinem Leben“ entstanden, der den Menschen Mozart, dargestellt von Oliver Werani, und weniger bekannte „Mozartbilder“ in den Mittelpunkt stellt. Die Ausstellung zeigt das künstlerische Genie als Menschen im heutigen Wien und soll über die optische Ebene zur Mozart-Rezeption anregen und die Vorstellung zum Menschen Mozart erweitern.

 

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Hans Diglas für seine Unterstützung und Förderung dieses Projektes, beim Fotografen der Ausstellung, Philipp Horak, bei Oliver Werani (Wolfgang Amadè Mozart), Jady Marinovic (Konstanze Mozart), Emil Werani (Carl Thomas Mozart), Andreas Rath (Joseph II.), Christian Coreth (Lorenzo Da Ponte), Paul Schmitzberger (Karl Graf Arco), Niko Pylarinos (Johann Michael Puchberg), Tea Gerlanc (Nancy Storace), Maja Movssissian (Therese von Trattnern), Arrigo Wunschheim (Karl Fürst Lichnowsky), David Heidschuster & Astrid Wendelin (Fürsterz-bischöfliche KöchInnen) ganz herzlich für die erfüllende Zusammenarbeit bedanken.
Weiterer Dank gilt: Gut Sonnenhof, Café Weidinger, Fiaker & GESPANNE – Martin Stelzel, tier&wir Sänger - Tierfachgeschäft, Musikhaus DOBLINGER, Restaurant Neu Wien, Art for Art – Kostümverleih, Österreichische Präsidentschaftskanzlei, Klavierhaus Rudolf Reisinger G.m.b.H..

 

Die Ausstellung „Mozart in Wien – ausgewählte Szenen aus seinem Leben“ im Café Diglas wird in Kooperation mit UNIQA realisiert.

 

                                     

 

 

Christian Vranek (Kurator)   
 
 
 

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